Vermögenswirksame Leistungen: Risiken und steuerliche Aspekte im Fokus

Vermögenswirksame Leistungen: Risiken und steuerliche Aspekte im Fokus

Vermögenswirksame Leistungen (VL) gelten als attraktiver Baustein für den Vermögensaufbau – doch wie bei jeder Geldanlage lauern auch hier Fallstricke und Risiken. Während die Vorteile oft im Fokus stehen, werden die steuerlichen Komplexitäten und potentiellen Nachteile häufig übersehen. Dieser Leitfaden beleuchtet kritisch die weniger bekannten Seiten der VL und zeigt, worauf Arbeitgeber und Arbeitnehmer unbedingt achten sollten.

Die versteckten Risiken: Was oft verschwiegen wird

Vermögenswirksame Leistungen werden häufig als risikoarme Geldanlage beworben. Die Realität sieht jedoch differenzierter aus: Je nach Anlageform können erhebliche Verlustrisiken entstehen, und nicht alle Sparer sind sich der langfristigen Bindung und deren Konsequenzen bewusst. Eine ehrliche Risikobetrachtung ist essentiell für fundierte Entscheidungen.

Verlustrisiko bei Fondssparplänen

Da Aktien und andere Wertpapiere im Wert erheblich schwanken können, eröffnen Fondssparpläne die Chance auf höhere Renditen. Aber zugleich besteht das Risiko, zum Beispiel durch Kurseinbrüche Verluste zu erleiden. Besonders problematisch: Das Verlustrisiko trifft Sie am Ende der 7-jährigen Laufzeit, wenn keine Zeit mehr für Erholung bleibt.

Inflationsrisiko bei Banksparplänen

VL-Banksparpläne gelten als sicher, doch die niedrigen Zinsen können durch Inflation aufgefressen werden. Was nominal wie Gewinn aussieht, bedeutet real oft Vermögensverlust. Bei dieser Sparform gibt es keine staatliche Arbeitnehmersparzulage.

Liquiditätsrisiko durch Sperrfristen

Die Arbeitnehmersparzulage unterliegt einer Sperrfrist von 6 bzw. 7 Jahren, je nach Anlageform. Du musst somit mindestens diese Zeit ansparen, damit die Förderung zu erhalten. Bei vorzeitiger Kündigung verfallen nicht nur Förderungen – auch Verluste sind möglich.

Einkommensabhängige Förderung

Für die Arbeitnehmer-Sparzulage gilt eine Grenze von 40.000 Euro ab 2024. Steigt das Einkommen während der Laufzeit über die Grenze, verfällt die staatliche Förderung – rückwirkend für das gesamte Jahr. Karrierefortschritte können so zum Nachteil werden.

Wichtiger Hinweis: Damit ein Fonds als VL-Anlage angeboten werden darf, muss der Aktienanteil am Fondsvermögen mindestens 60 Prozent betragen. Diese gesetzliche Mindestaktienquote bedeutet zwangsläufig höheres Risiko – auch für sicherheitsorientierte Sparer.

Steuerliche Komplexitäten: Mehr als nur die Arbeitnehmersparzulage

Die steuerlichen Aspekte von VL sind vielschichtiger als oft dargestellt. Während die Arbeitnehmersparzulage im Fokus steht, übersehen viele die anderen steuerlichen Konsequenzen, die erhebliche Auswirkungen auf die Rendite haben können.

Besteuerung während der Ansparphase

Vermögenswirksame Leistungen gelten als Lohn aus nichtselbständiger Arbeit und sind somit nicht steuerfrei. Das heißt sie werden aus steuerlicher Sicht zu deinem Gehalt dazu addiert.

Dies bedeutet konkret: VL erhöhen Ihr zu versteuerndes Einkommen und damit möglicherweise Ihren Steuersatz. Bei Grenzsteuersätzen von 30% oder mehr kann dies die Nettorendite erheblich schmälern.

Besteuerung der Erträge

Kapitalerträge aus einem der Sparpläne sind steuerpflichtig. Diese unterliegen in den meisten Fällen der Abgeltungssteuer mit 25%. Die Bank führt die Steuern ab. Eine Anmeldung in der Einkommensteuer lohnt sich folglich, wenn der persönliche Steuersatz unter 25% liegt.

25%

Abgeltungssteuer

Pauschalbesteuerung auf alle Kapitalerträge aus VL-Sparplänen – unabhängig von der Haltedauer

40.000€

Einkommensgrenze

Einkommensgrenzen beim zu versteuernden Jahreseinkommen für die Arbeitnehmer-Sparzulage werden ab dem 01.01.2024 auf 40.000 Euro für Alleinstehende angehoben

80€

Maximale Förderung

Sparzulage: 20 % der Einzahlung; max. 80 € im Jahr bei Fondssparplänen für Alleinstehende

43€

Bauspar-Förderung

Förderung: 9% von maximal 470 € der Vermögenswirksamenleistung bei Einzelveranlagung – deutlich geringer als bei Fonds

Steuerliche Falle: Die Antragsfrist für die VL endet 4 Jahre nach Anlegen der vermögenswirksamen Leistungen zum Ende des Kalenderjahres. Eine Verlängerung der Frist ist nicht möglich. Bei der Sparzulage müssen sie etwas beeilen, da hier die Frist bereits nach 2 Jahren abläuft. Versäumte Fristen bedeuten kompletten Förderverlust.

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Dokumentations- und Meldepflichten: Bürokratische Hürden

Die administrativen Anforderungen bei VL werden oft unterschätzt. Sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer entstehen verschiedene Pflichten, deren Versäumnis rechtliche und finanzielle Konsequenzen haben kann.

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Elektronische Meldungen

Die bisherige Bescheinigung der vermögenswirksamen Leistungen in Papierform (Anlage VL) wird erstmals für das Jahr 2017 durch eine elektronische Vermögensbildungsbescheinigung durch den Anbieter direkt an die Finanzverwaltung ersetzt. Die Finanzverwaltung erstellt kein Muster mehr für die Anlage VL, und die Anbieter versenden keine Papierbescheinigungen mehr. Erforderlich ist nur noch Ihre Einwilligung in die Datenübermittlung.

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Steuer-ID Pflicht

Der Arbeitnehmer muss der elektronischen Vermögensbildungsbescheinigung zustimmen und seine Steuer-Identifikationsnummer mitteilen. Ohne korrekte Übermittlung der Steuer-ID können Förderungen nicht gewährt werden.

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Jährliche Beantragung

Wer die Arbeitnehmersparzulage bekommen möchte, muss diese jährlich in seiner Steuererklärung beantragen. Die Festsetzung der Arbeitnehmersparzulage erfolgt gemeinsam mit der Einkommensteuer im Steuerbescheid. Vergessene Anträge bedeuten Förderverlust.

Rechtliche Konsequenz: Als Arbeitgeber bestehen für Sie Reporting- und Informationspflichten gegenüber Mitarbeitenden und Finanzbehörden zur korrekten Abrechnung und Auszahlung der VL. Achten Sie darauf, dass entsprechende Nachweispflichten sorgfältig erfüllt werden.

Kostenrisiken: Versteckte Gebühren schmälern die Rendite

Die Kostenstruktur bei VL ist oft intransparent und kann die Rendite erheblich beeinträchtigen. Verschiedene Gebühren fallen zu unterschiedlichen Zeitpunkten an und sind in der Gesamtbetrachtung schwer durchschaubar.

2,5 %
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Jährliche Verwaltungskosten

Typische Gebühren bei Fondssparplänen, die Jahr für Jahr die Rendite reduzieren. Bei ETFs meist niedriger, bei aktiven Fonds oft deutlich höher.

1,5 %
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Ausgabeaufschlag

Einmaliger Aufschlag beim Fondskauf, der direkt vom eingezahlten Betrag abgezogen wird. Mindert die tatsächlich investierte Summe erheblich.

50€
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Abschlussgebühren

Einmalige Kosten für die Vertragseröffnung, die besonders bei niedrigen VL-Beträgen prozentual stark ins Gewicht fallen.

25€
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Auszahlungsgebühren

Kosten am Ende der Laufzeit für die Auszahlung des angesparten Kapitals – schmälern die finale Rendite zusätzlich.

Ein VL-Fondssparplan verursacht Kosten. Das Basisinformationsblatt und die sogenannte „Ex-ante-Kosteninformation“, die Ihnen immer vor Vertragsabschluss zu Verfügung gestellt werden, helfen Ihnen beim Vergleich der verschiedenen Angebote hinsichtlich Risiken und Kosten.

Doch Vorsicht: Viele verstehen diese Dokumente nicht vollständig.

Kostenfalle Bausparen: Bausparverträge haben höhere Gebühren als Banksparpläne. Daher lohnt es sich, Angebote gut miteinander zu vergleichen. Die niedrigere staatliche Förderung macht dies oft unattraktiv.

Timing-Risiken: Wenn der Auszahlungszeitpunkt ungünstig ist

Die feste Laufzeit von VL-Verträgen führt zu einem unterschätzten Risiko: Sie haben keinen Einfluss auf den Auszahlungszeitpunkt. Fällt dieser in eine Krisenzeit, können Jahre der Anstrengung zunichtegemacht werden.

1

Jahre 1-6: Ansparphase

Regelmäßige Einzahlungen unabhängig von der Marktlage. Bei Fondssparplänen kaufen Sie zu allen Kursen – auch zu Höchstständen kurz vor Markteinbrüchen.

2

Jahr 7: Ruhephase

Anschließend ruht der Vertrag bis zum Ablauf des Kalenderjahres. Die angesparten Fondsanteile können danach verkauft werden. Sie haben kein Mitspracherecht beim Verkaufszeitpunkt.

3

Ende Jahr 7: Zwangsauszahlung

Unabhängig von der Marktlage müssen Sie Ihre Anteile verkaufen. Steht der Markt schlecht, haben Sie keine Möglichkeit abzuwarten – Verluste werden realisiert.

Kritisches Beispiel: VL-Verträge, die 2022 ausliefen, fielen mitten in eine der schwersten Börsenkorrekturen der letzten Jahre. Sparer hatten keine Wahl – sie mussten zu Tiefstständen verkaufen und realisierten massive Verluste, obwohl sich die Märkte wenige Monate später erholten.

Förderungsrisiken: Wenn staatliche Unterstützung wegfällt

Die staatliche Förderung macht VL erst wirklich attraktiv – doch sie ist an strenge Bedingungen geknüpft und kann schneller wegfallen als gedacht. Verschiedene Lebenssituationen können zum Verlust der Förderung führen.

Einkommenssteigerung

Überschreitet Ihr Einkommen die Grenzen, verlieren Sie rückwirkend die komplette Förderung für das ganze Jahr. Dein zu versteuerndes Einkommen liegt höchstens bei 40.000 Euro (ab 2024) – bereits 1 Euro darüber kostet die gesamte Zulage.

Änderung des Familienstands

Heirat kann überraschend zur Überschreitung der Einkommensgrenzen führen, wenn beide Partner Einkommen haben. Die Grenzwerte verdoppeln sich zwar, aber oft nicht das kombinierte Einkommen.

Arbeitszeit-Änderungen

Für Teilzeitbeschäftigte errechnet sich die VL und Arbeitnehmersparzulage am Grad der Beachäftigung. Bei einer 4-Tage Woche wären dies bei einer 40 Stunden-Woche 80% der Zulagen. Reduzierte Arbeitszeit bedeutet automatisch weniger Förderung.

Arbeitsplatzwechsel

Nicht alle Arbeitgeber zahlen VL. Bei einem Jobwechsel kann die Finanzierungsquelle wegbrechen. Einzahlung in die VL, die nicht über den Arbeitgeber direkt gezahlt werden, werden nicht gefördert.

Vermögenswirksame Leistungen: Risiken und steuerliche Aspekte im Fokus

Anlagebedingte Spezialrisiken nach Produkttyp

Jede VL-Anlageform bringt ihre eigenen spezifischen Risiken mit sich. Die pauschale Empfehlung „VL sind gut“ wird der Realität nicht gerecht – eine differenzierte Risikobetrachtung ist notwendig.

Fondssparpläne: Marktrisiko

Die Renditechancen sind dabei am höchsten, das Endergebnis dafür allerdings nicht planbar. Totalverluste sind zwar unwahrscheinlich, aber Verluste von 30-50% durchaus möglich. Deine Aktien können sich schlechter entwickeln, als du erwartest. Auch ein Verlust ist möglich, sodass du manchmal starke Nerven brauchst.

Banksparpläne: Inflationsrisiko

Zwar sind die eingezahlten Beträge sicher, doch bei einer Inflation von 3% und Zinsen von 1% verlieren Sie real jedes Jahr Kaufkraft. Der VL-Banksparplan fällt unter die gesetzliche Einlagensicherung. Das bedeutet, dass Guthaben bis zu 100.000 Euro je Kunde und je Kreditinstitut abgesichert sind.

Bausparverträge: Zinsrisiko

Niedrige Guthabenzinsen, hohe Gebühren und ungewisse Darlehenskonditionen können die Rendite stark belasten. Die Wohnungsbauprämie gibt es nur für eine wohnwirtschaftliche Verwendung des Guthabens, außer du bist unter 25 Jahre alt, wenn du den Vertrag abschließt.

Kredittilgung: Flexibilitätsverlust

Als Immobilienkäufer kann man zum Beispiel mit dem Geld jeden Monat einen Teil des Hypothekenkredits tilgen. Voraussetzung: Die kreditgebende Bank muss mitspielen, was nicht immer der Fall ist. Zudem bindet dies langfristig an eine Immobilie.

ETF-Vorteil: Anlegerinnen und Anleger sollten bei Fondssparplänen immer auf ETFs zurückgreifen. Dort sind bekanntlich die laufenden Kosten, im Vergleich zu klassischen, aktiv gemanagten Investmentfonds, sehr gering. Doch auch hier bleibt das volle Marktrisiko bestehen.

Steuerliche Stolperfallen im Detail

Die steuerlichen Aspekte von VL sind komplexer als oft dargestellt. Verschiedene Steuerarten greifen zu unterschiedlichen Zeitpunkten, und die Optimierung erfordert detailliertes Verständnis der Regelungen.

01

VL erhöhen das zu versteuernde Einkommen

Bereits die Einzahlung ist steuerpflichtig und kann Sie in einen höheren Steuersatz katapultieren. Bei Grenzsteuersätzen über 25% wird die Nettorendite deutlich geschmälert.

02

Zinsen und Erträge unterliegen der Abgeltungssteuer

Zusätzlich zur Besteuerung der Einzahlungen werden alle Erträge mit 25% Abgeltungssteuer belegt – es sei denn, Ihr persönlicher Steuersatz liegt darunter.

03

Förderung ist an Einkommensgrenzen gebunden

Ein einziger Euro über der Grenze kostet die komplette Jahresförderung. Dies macht die Steuerplanung am Jahresende kritisch.

04

Rückwirkende Verluste bei Überschreitung

Fällt erst bei der Steuererklärung auf, dass die Einkommensgrenzen überschritten wurden, müssen bereits erhaltene Förderungen zurückgezahlt werden.

Steueroptimierung: Dein tatsächliches Bruttogehalt kann also durchaus darüber liegen. Je mehr Werbungskosten und Sonderausgaben du geltend machen kannst in deiner Steuererklärung, desto kleiner wird der Betrag, der für die Arbeitnehmer Sparzulage berücksichtigt wird. Geschickte Steuergestaltung kann die Förderung retten.

Compliance und rechtliche Risiken für Arbeitgeber

Arbeitgeber, die VL anbieten, übernehmen verschiedene rechtliche Verpflichtungen. Verstöße können zu Nachzahlungen, Bußgeldern und rechtlichen Auseinandersetzungen führen.

Ordnungsgemäße Lohnbuchhaltung

VL müssen korrekt als Lohnbestandteil erfasst und versteuert werden. Fehler führen zu Nachforderungen vom Finanzamt und können als Steuerhinterziehung gewertet werden.

Pünktliche Weiterleitungen

Einbehaltene VL-Beträge müssen fristgerecht an die Anlageinstitute weitergeleitet werden. Verzögerungen können zu Zinsforderungen und Vertrauensverlusten führen.

Korrekte Meldungen an Finanzbehörden

Verschiedene Meldepflichten gegenüber Finanzamt und Sozialversicherung müssen eingehalten werden. Versäumnisse können empfindliche Strafen nach sich ziehen.

Dokumentation und Aufbewahrungspflichten

Alle VL-bezogenen Unterlagen müssen über Jahre hinweg aufbewahrt werden. Bei Betriebsprüfungen werden diese Dokumente intensiv geprüft.

Haftungsrisiko: Arbeitgeber können für Schäden haftbar gemacht werden, die durch fehlerhafte VL-Abwicklung entstehen – von entgangenen Förderungen bis hin zu Anlage-verlusten durch verspätete Weiterleitung.

Risikocheck: Ist VL wirklich für Sie geeignet?

Nicht für jeden Arbeitnehmer sind vermögenswirksame Leistungen die optimale Wahl. Eine ehrliche Selbsteinschätzung anhand verschiedener Kriterien hilft bei der Entscheidungsfindung.

VL können geeignet sein, wenn:

  • Ihr Einkommen sicher unter den Fördergrenzen liegt
  • Sie 7 Jahre lang auf das Geld verzichten können
  • Sie die Anlagerisiken verstehen und akzeptieren
  • Ihr Arbeitgeber zuverlässig zahlt
  • Sie keine alternativen Anlagemöglichkeiten mit besserer Rendite haben

VL sind problematisch, wenn:

  • Ihr Einkommen nahe den Fördergrenzen liegt
  • Sie Flexibilität bei der Geldanlage benötigen
  • Sie sich vor Kursverlusten fürchten
  • Sie bereits optimal diversifiziert investieren
  • Die Kosten die potentielle Förderung übersteigen
65 %
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Haben Anspruch auf VL

Anteil der deutschen Arbeitnehmer mit grundsätzlichem VL-Anspruch

12 %
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Nutzen VL tatsächlich

Tatsächliche Nutzungsquote – die meisten verschenken ihre Möglichkeiten

35 %
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Verlieren Förderung

Geschätzter Anteil derer, die durch Einkommensüberschreitung Förderung verlieren

Kritische Frage: Auch ohne Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage lohnt sich eine Investition der vwL in renditestarke oder sichere Anlageformen, je nach persönlicher Risikoneigung und Sparziel. Aber ist VL dann wirklich noch die beste Option?

Fazit: VL mit offenen Augen angehen

Vermögenswirksame Leistungen sind kein Allheilmittel für den Vermögensaufbau. Sie können ein nützlicher Baustein sein – aber nur, wenn die Risiken verstanden und die steuerlichen Aspekte bedacht werden. Die Entscheidung sollte auf einer realistischen Einschätzung der persönlichen Situation basieren, nicht auf pauschalem Marketing.

Gründlich prüfen

Kosten, Risiken und steuerliche Konsequenzen detailliert durchrechnen. Die staatliche Förderung allein rechtfertigt noch keine Anlage.

Alternativen bewerten

Vergleichen Sie VL mit anderen Anlagemöglichkeiten. Oft ist ein eigenständiger ETF-Sparplan flexibler und günstiger.

Professionell beraten lassen

Besonders bei komplexen Einkommenssituationen oder Grenzfällen ist unabhängige Beratung unerlässlich.

Die Wahrheit über VL: Sie sind weder Teufelszeug noch Wundermittel. Sie sind ein spezialisiertes Finanzprodukt mit spezifischen Vor- und Nachteilen. Nur wer beide Seiten kennt, kann eine fundierte Entscheidung treffen.

Bevor Sie sich für oder gegen VL entscheiden, sollten Sie sich ehrlich fragen: Verstehen Sie wirklich alle Konsequenzen? Können Sie die Risiken tragen? Und vor allem: Ist dies wirklich der beste Weg für Ihre individuelle Situation? Erst wenn Sie alle diese Fragen mit Ja beantworten können, sind VL möglicherweise eine sinnvolle Ergänzung Ihrer Finanzstrategie.

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