BAV Risiken: Was Arbeitgeber wirklich beachten müssen
Die betriebliche Altersversorgung (BAV) bietet große Vorteile – steuerlich, finanziell und für die Mitarbeiterbindung.
Aber:
Wie bei jedem finanziellen oder rechtlichen Thema gibt es auch hier Risiken, die man kennen sollte, bevor man startet.
Viele dieser Risiken haben nichts mit „falscher Vorsorge“ zu tun – sondern entstehen, wenn Arbeitgeber ohne Unterstützung loslegen oder Verträge ungeprüft durchwinken.
Damit du sicher entscheidest, findest du hier eine klare, bodenständige Übersicht über die wichtigsten BAV-Risiken für kleine und mittlere Unternehmen – und wie man sie einfach vermeidet.
1. Risiko: Falsche oder unvollständige Umsetzung der gesetzlichen Pflichten
Die häufigste Fehlerquelle ist nicht der Vertrag – sondern die Organisation dahinter.
Arbeitgeber haben gesetzliche Pflichten:
- Entgeltumwandlung ermöglichen
- einen Anbieter auswählen
- die Beiträge korrekt abführen
- den 15%-Zuschuss zahlen
- Mitarbeiter sauber informieren
Was passiert, wenn man das nicht korrekt macht?
- Nachzahlungen
- arbeitsrechtliche Konflikte
- Haftungsrisiken
- Korrekturen in der Lohnbuchhaltung
Wichtig:
Viele KMU tappen hier rein, weil sie denken, die BAV sei eine reine Mitarbeiter-Sache.
Tatsächlich trägt der Arbeitgeber die organisatorische Verantwortung.
2. Risiko: Falsche oder fehlende Dokumentation
Das klingt klein – ist aber kritisch.
Typische Probleme:
- fehlende Entgeltumwandlungsvereinbarungen
- unklare Beitragszusagen
- alte Vertragsunterlagen, die nie aktualisiert wurden
- keine schriftliche Information über den Arbeitgeberzuschuss
Fehlt die Dokumentation, kann der Arbeitgeber später für Lücken haften.
Die gute Nachricht: Dokumentation ist nicht kompliziert – man muss nur wissen, welche Unterlagen wirklich nötig sind.
3. Risiko: Steuerliche Fehler (steuerliche Förderung wieder fällt)
Die steuerliche Förderung der BAV ist ein großer Vorteil – aber sie gilt nur, wenn alles korrekt umgesetzt wird.
Die wichtigsten steuerlichen Risiken:
✔ Zu hohe Beiträge
Wer mehr als die steuerlich geförderten Grenzen einzahlt, löst Steuer- und Abgabennachzahlungen aus.
✔ Fehler bei der SV-Freiheit
Wenn der sozialabgabenfreie Anteil überschritten wird, kann der Arbeitgeber später belastet werden.
✔ Falsche Abführung oder falscher Beginn
Wenn Beiträge nicht im richtigen Monat oder ohne Dokumentation abgerechnet werden, kann die Steuerfreiheit verloren gehen.
✔ Kein oder falscher Arbeitgeberzuschuss
Seit 2022 ist der Zuschuss Pflicht.
Fehlt er, kann das zu Lohnkorrekturen und Haftung führen.
Wichtig:
Das sind keine „Steuerfallen“, sondern organisatorische Kleinigkeiten, die durch klare Prozesse einfach gelöst werden.
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4. Risiko: Falsche Tarifauswahl oder ungeeignete Produkte
Viele Arbeitgeber wählen einen Anbieter nach Sympathie, Empfehlung oder Zufall.
Das führt oft zu:
- zu hohen Kosten
- fehlenden Flexibilitäten
- schlechten Konditionen
- unpassenden Garantien
- fehlender Anpassbarkeit bei Mitarbeiterwechseln
Für KMU besonders wichtig:
Die BAV soll administrativ einfach sein.
Dazu brauchen Unternehmen Produkte, die:
- klar verständlich sind
- wenig Verwaltungsaufwand erzeugen
- einfache Wechsel ermöglichen
- problemlos mit Lohnbuchhaltung und Systemen funktionieren
5. Risiko: Kommunikationsprobleme mit Mitarbeitern
Ein unterschätztes Thema.
Wenn Mitarbeiter die BAV falsch verstehen oder unzureichend informiert werden, entstehen:
- Misstrauen („Warum macht mein Arbeitgeber das?“)
- spätere Beschwerden („Mir hat das nie jemand erklärt.“)
- oder falsche Erwartungen („Ich dachte, das ist steuerfrei im Alter.“)
Das ist unnötig – und lässt sich durch klare, einfache Mitarbeiterinformationen problemlos vermeiden.
6. Risiko: Haftung für vergangene Entscheidungen
Viele denken: „Das ist doch Sache der Versicherung.“
Leider nein.
Wenn ein Arbeitgeber eine BAV anbietet oder vermittelt, haftet er zumindest mit – besonders bei:
- falscher Beratung durch nicht qualifizierte Vermittler
- unklaren Versorgungsordnungen
- Fehlern beim Arbeitgeberzuschuss
- nicht dokumentierter Mitarbeiteraufklärung
Das ist kein großes Risiko – wenn die Einrichtung professionell begleitet wird.
7. Risiko: Altverträge, die nie angepasst wurden
Viele KMU haben irgendwann einmal eine BAV eingeführt – und seitdem:
- nie aktualisiert
- nie die Zuschusspflicht geprüft
- nie geschaut, ob der Vertrag noch passt
- nie die Informationspflichten nachgehalten
Ergebnis:
Die BAV ist nicht falsch – sie ist nur veraltet.
Ein kurzer Check reicht oft, um alles auf modernen Stand zu bringen.
8. Das größte BAV-Risiko überhaupt: Es falsch machen, weil man allein kämpft
Fast alle Risiken entstehen, wenn:
- Anbieter ohne Vergleich gewählt werden
- Unterlagen fehlen
- Mitarbeiter nicht sauber informiert werden
- Zuschüsse falsch berechnet werden
- Verträge nicht gepflegt werden
Die Risiken sitzen nicht im Produkt.
Sie entstehen im Prozess.
Und genau hier hilft ein professionelles Setup:
- klare Unterlagen
- standardisierte Prozesse
- verbindliche Versorgungsordnung
- Schulung oder Info für Mitarbeiter
- Anbieter, die zu KMU passen
- einfache Verwaltung ohne Bürokratie
So werden Risiken nicht nur minimiert – sondern vollständig entschärft.
9. Fazit: Die BAV ist sicher – wenn man sie richtig einführt
Die größten Risiken sind:
- organisatorisch
- steuerlich-technisch
- dokumentationsbezogen
Und genau diese Risiken lassen sich mit einem guten Setup vollständig vermeiden.
Für KMU bedeutet das:
✔ Rechtssicherheit
✔ wenig Aufwand
✔ klare Prozesse
✔ zufriedene Mitarbeiter
✔ und ein Benefit, der wirklich wirkt
Bonus: Wenn du die Risiken vermeiden möchtest, ohne dich tief einzuarbeiten
Wir unterstützen dich zuverlässig:
- Risiko-Check bestehender BAV
- Auswahl passender Anbieter
- klare Dokumentation & Versorgungsordnung
- saubere steuerliche & organisatorische Umsetzung
- einfache Einführung für Mitarbeiter
- laufende Betreuung
Damit die BAV ein Vorteil bleibt – und kein Risiko wird.
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